The lyrical Cubist pictures by Czech painter Bohumil Samuel Kecir, who according to a report by Czech correspondent Hans-Jörg Schmidt never existed, are popular in the Czech Republic, Germany and Austria. "The painter's resumé, which was probably invented, sounds good and even identity-shaping in a country like the Czech Republic, which is having a hard time with its national roots. Kecir was allegedly born in 1904 in Moravia to a Jewish mother... During the Nazi occupation of Bohemia and Moravia the Gestapo is supposed to have arrested him and sent him to a concentration camp. Not only was Kecir traumatised by his experiences there but after the war the anti-art Communists allegedly locked him away in an asylum in Brno... A tragedy of these dimensions wins the hearts of even Western art collectors. There aren't many who can claim a forgotten Czech for their own, and a Cubist at that."
A taky něco francouzsky:
Le peintre tchèque Kecir a-t-il vraiment existé ? Alors que les oeuvres du peintre cubiste tchèque Bohumil Samuel Kecir trouvent preneurs en République tchèque, en Allemagne et en Autriche, il semblerait que cet artiste, comme le rapporte Hans-Jörg Schmidt, n'ait jamais existé. "La vie vraisemblablement inventée du peintre Kecir se lit facilement dans un pays comme la République tchèque, dont les racines ne lui permettent pas véritablement de définir son identité : le maître est né en 1904 en Moravie. Il serait juif par sa mère. (...) Pendant l'occupation de la Bohême et de la Moravie par les nazis, la Gestapo l'aurait arrêté à plusieurs reprises et l'aurait emprisonné dans un camp de concentration. Non seulement l'artiste aurait été traumatisé par les horreurs qu'il aurait vues, mais les communistes, ennemis de l'art, l'auraient envoyé dans un établissement psychiatrique à Brno après la guerre. (...) Une telle tragédie fait battre le coeur des collectionneurs occidentaux. Qui ne veut pas être le propriétaire de l'oeuvre d'un Tchèque oublié, un cubiste par dessus le marché ?"
Bohumil Samuel Kečíř
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bohumil Samuel Kečíř (* 1904; † 1987 in einer Heilanstalt) ist ein tschechischer Maler, dessen Existenz ungeklärt ist.
Von ihm sind zahlreiche Gemälde bekannt. Allein in den Jahren 2001 bis 2006 wurden ca. 90 Werke auf Auktionen versteigert. Die Preise lagen bei 3.000 bis 4.500 Euro.
Am 20. April 2007 berichteten tschechische Medien, dass die bisher bekannten biographischen Angaben frei erfunden seien. Ihre Recherchen hätten keinen zweifelsfreien Hinweis auf die Existenz Kečířs erbracht. Journalisten bezeichnen Kečíř inzwischen als Jára da Cimrman der tschechischen Malerei. Unzweifelhaft ist nur die Existenz der Bilder.
Geboren wurde er laut biographischen Angaben in Holouci, Holuci oder Holice. Die beiden erstgenannten Orte scheinen aber nicht zu existieren und in letzterem gibt es keine Geburtsurkunde auf seinen Namen. Die anderen Dokumente zu seiner Person sind ebenso zweifelhaft: ein angebliches Kinderfoto, das Foto einer Gedenktafel und die Fotokopie seiner Parte. Nach der Verfolgung durch die Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Mutter und des anschließenden Totschweigens seiner Kunst durch die Kommunisten soll er seine letzten Lebensjahrzehnte wegen Depressionen in einer (heute nicht mehr bestehenden) Psychiatrischen Klinik in Brünn verbracht haben, wo auch der Großteil seines Werkes entstanden sei.
All das führt zur Frage, wer diese Bilder im Fall der Nichtexistenz Kečířs tatsächlich gemalt haben sollte. Hierüber gibt es lediglich Spekulationen.
Seit 2005 existiert eine Biographie, deren Autor, der österreichische Kunsthändler und Kunstsachverständige Erich Tromayer, jedoch angibt, dass er Kečíř niemals persönlich kennengelernt hat. Inzwischen gibt es ein Gutachten des Österreichischen Bundesdenkmalamtes, dass zumindest eines der Bilder 20–30 Jahre alt sein muss, da es einen nicht imitierbaren Alterungsprozess aufweist. Ausdrücklich ist nur das Alter des Bildes festgestellt worden, nicht seine Zuordnung zu einem bestimmten Künstler.
In einem Interview mit Profil (Nr. 31/2007) bestritt Tromayer die Plausibilität einer Fälschung von so vielen Werken zu einem (besonders in den frühen 1990er-Jahren) relativ geringen Ertrag. 1991, als die ersten Kečíř-Bilder auf dem Markt aufgetaucht seien, hätte man eines zum Gegenwert von vielleicht Hundert Schilling (ca. 7€) kaufen können. Die Nachweise der Nichtexistenz Kečířs hält Tromayer für eine Intrige tschechischer Kunsthändler, die das Geschäft „verschlafen“ hätten und sich nun übervorteilt fühlen würden – der Transport der Bilder außer Landes (etwa nach Österreich, wo sich mittlerweile ein bedeutender Anteil von Kečířs Werk befindet) sei nach der damaligen Gesetzeslage nämlich illegal gewesen. Den Tschechen sei dieses Werk „einfach abhanden gekommen.“
Literatur [Bearbeiten]
Michel Friedrich Becker (Hg.): Bohumil Samuel Kecir. Der geheimnisvolle Maler, Gera 2007. ISBN 978-3-9810812-7-5
Erich Tromayer: Bohumil Samuel Kecir, Wien 2005.
Weblinks [Bearbeiten]